Der Magyar Vizsla

( Kurz- ) - Geschichtliches:

Die Entstehung des Magyar Vizsla reicht über Jahrhunderte in der Geschichte Ungarns zurück und hatte auch ihre Tiefen. Zwischenzeitlich war der Vizsla fast vom Aussterben bedroht und man rief 1916 zu dessen Rettung auf. Es ist den Liebhabern und verantwortungsvollen Züchtern dieser Rasse zu verdanken, dass uns dieser wundervolle Vorstehhund erhalten geblieben ist. Im Jahr 1920 wurde die Ungarische Vizsla- Züchter Vereinigung und das erste Stammbuch gegründet. Seit 1935 ist der Vizsla beim FCI als Rasse anerkannt. In den Nachkriegsjahren gelangten immer wieder Vizslas über die Grenzen Ungarns und wurden seitdem auch vermehrt außerhalb ihrer Heimat bekannt. Ende der 30iger Jahre soll der erste Vizsla nach Amerika gekommen sein . Nach Kriegsende folgten weitere Vizslas nach Amerika und Übersee. Inzwischen ist der Vizsla in Amerika als Jagdhelfer genauso geachtet und beliebt, wie als Begleithund. Vizsla- Liebhaber sind auf der ganzen Welt vertreten und in vielen Ländern sind Clubs entstanden. In den letzten Jahren ist der Vizsla auch innerhalb Europas etwas bekannter geworden, wobei er sich dort vorrangig in Jägerhand befindet.

Das Aussehen:

Der ungarische Vorstehhund wurde von der FCI in zwei Rassen anerkannt. Der kurzhaarige und der drahthaarige ungarische Vorstehhund.
Er ist ein mittelgroßer, vielseitiger und eleganter Jagdhund. Sein rötlich- goldenes schimmerndes Fell wird mit den Farben semmelgelb und rehbraun bezeichnet. Der drahthaarige Vizsla wirkt in seiner Erscheinung robuster, er ist unempfindlicher gegen Kälte und Nässe, und das Fell ist nicht schimmernd. Ausgewachsene Vizslas können bis ca. 64cm erreichen und haben ein Gewicht von etwa 28-30kg. ( Hündinnen sind etwas kleiner und dadurch leichter.)

Das Wesen:

Das typische Wesen des Vizslas können wir am besten durch unsern Larkas beschreiben. Larkas ist ein Temperamentsbündel, stets fröhlich und freundlich. Er ist gelehrig, leichtführig und äußerst arbeitswillig. Eine ungerechte oder grobe Behandlung, sowie harte Ausbildungsmethoden, würde unser "Sensibelchen" übel nehmen. Sie wären auch nicht nötig, denn durch Konsequenz, den Spiel-, Futter- und Beutetrieb erreicht man fast alles bei ihm. Larkas ist treu, anhänglich und sehr liebebedürftig. Ebenso typisch ist seine enorme Ausdauer. Selbst bei großer Hitze ist er unermüdlich und arbeitsfreudig. Dies gilt natürlich auch für die kalte Jahreszeit, jedoch fängt er ohne Bewegung schnell an zu frieren. Mit Jörn kommt Larkas prima aus und macht jeden Blödsinn mit. Er lässt sich aber von Kindern nicht herum- kommandieren, sondern sieht sie als Spielgefährten an.

Unser Larkas:

Unser Larkas heißt mit vollem Namen " Larkas von Kisspuszta " und ist am 05.07.1998 geboren.
In der Bildergalerie und unter Rettungshunde findet ihr jede Menge Fotos von ihm.
Larkas ist HD frei (HD-A1) und wurde auf mehreren Ausstellungen mit sg1 und v1 bewertet und hat dadurch ein Baby Championat, Jugend Championat und internationales Championat erhalten.
Die Rettungshundeausbildung hat Larkas mit 6Monaten begonnen und inzwischen hat er die Begleithundeprüfung, praktischer Gehorsam (PG), Rettungshundevorprüfung und mehrmals die Rettungshundeprüfung für Fläche A bestanden.
Die letzten erfolgreichen Flächenprüfungen fanden am 08.10.05 bei der BRH Staffel Sachsen-Ost und am 20.05.2006 + 09.06.2007 in der BRH Staffel Weißeritzkreis und am 30.03.08 in Berlin statt.

Video einer Anzeigeübung


  • Larkas' Bildergalerie

  • Nachdenkliches:

    Liebe Vizslafreunde!
    Wir sind 1998 auf den Vizsla gekommen. Damit die guten "Vizslaeigenschaften" nicht verkümmern und unser Larkas eine sinnvolle Aufgabe hat, ist er von uns als Rettungshund ausgebildet worden. Diese Ausbildung ist äußerst umfangreich und dauert ca. 3 Jahre. (Dazu mehr auf den Rettungshundeseiten).
    Wir sind der Meinung, dass der Vizsla kein Hund für "Jedermann" ist, denn sein enormes Laufbedürfnis und sein Arbeitswille wird oft unterschätzt.
    Der Vizsla ist mit Sicherheit kein "Ziergegenstand", der wegen seiner Schönheit gehalten werden sollte. Auch eignet er sich nicht dafür sein Leben im Zwinger oder Garten zu verbringen! Ein Vizsla will bei seiner Familie sein und alles miterleben dürfen. Er ist kein Stubenhocker der mal eine Runde drehen darf um dann wieder in sein Körbchen zu verschwinden. Er ist ein Kumpel und dabei sein bedeutet für ihn alles.
    Ein Vizsla braucht Abwechslung und eine Beschäftigung die ihn ausfüllt. Dies sollten alle bedenken, die mit dem Gedanken spielen einen Vizsla als Freund haben zu wollen.
    Der Vizsla ist von jeher als "Arbeitstier" gezüchtet worden und dies macht eine körperliche und geistige Ausgleichsbeschäftigung unabdingbar, sofern der Vizsla nicht zur Jagd verwendet wird!
    Unserer Ansicht nach ist es durchaus möglich, einen Vizsla ohne jagdliche Ambitionen zu halten, wenn die geeigneten Haltungsbedingungen gegeben sind.  Uns ärgert und verletzt es immer wieder damit konfrontiert zu werden, wie schrecklich es sei einen Vizsla zu haben ohne mit ihm auf die Jagd zu gehen.
    Warum wird alles so pauschalisiert? Wird man nur durch ein Hobby zum guten Vizslahalter? Was passiert, wenn man das Hobby Jagd z.B. aus Krankheitsgründen, beruflichen Gründen etc. nicht mehr ausüben kann? Geht man dann wieder in die "Liga" der ungeeigneten Vizslahalter über?
    Der Vizsla ist in letzter Zeit bekannter geworden und die Zahl der Vizslainteressenten nimmt zu. Und wer sich in einen Vizsla verliebt hat, der wird auch einen bekommen, auch wenn er als "Nichtjäger" oft von den Züchtern abgewiesen wird.
    "Denn wo ein Wille ist, ist auch ein Vizsla!" Dies hat sich inzwischen auch bei "Importeuren aus Massenzuchten" bzw. bei "Schwarzzüchtern" herumgesprochen und man hat längst gemerkt, dass sich mit Vizslas noch Geld verdienen lässt.
    Wird es wirklich gewollt, dass mancher zukünftiger Vizlabesitzer auf die Nase fällt nur weil er eben zu den "Nichtjägern" gehört und deshalb für ihn nur Vizslas aus evtl. nicht einwandfreier Zucht erhält?
    Es liegt in der Verantwortung der kompetenten Züchter die geeigneten Halter auszuwählen, egal ob nun Jäger oder Nichtjäger.
    Vielleicht sollte man überdenken, ob man nicht indirekt die unkontrollierte Zucht fördert, indem man "Nichtjäger" pauschal zurückweist. Es wäre doch möglich, kontrolliert auch Welpen an "Nichtjäger" abzugeben und dafür die Zuchten weiterhin unter Kontrolle zu haben. Das ist bei vielen Hunderassen so und in einigen Ländern auch beim Magyar Vizsla möglich.
    Zum Schluß möchten wir noch sagen, dass dies unsere eigene Meinung ist und wir damit vor allem zum Nachdenken anregen möchten. Wir würden uns eine gegenseitige, freundschaftliche Akzeptanz zwischen allen Vizslabesitzern wünschen!