Rettungshunde

Es freut uns, dass ihr auf unserer Rettungshundeseite gelandet seit. Wir möchten euch hier einige Hintergrundinformationen zu der Ausbildung und der Arbeitsweise von Rettungshunden und Hundeführern geben, damit ihr Euch besser vorstellen könnt, was Mensch und Hund leisten müssen, um anderen zu helfen. Da Bilder oft noch mehr sagen als Worte, haben wir am Ende dieser Seite einige davon und wünschen Euch viel Spaß beim ansehen. Es gibt verschiedene Gebiete, wo ein Rettungshund zum Einsatz kommt. Die wohl bekannteste Form der Rettungshundearbeit ist die Ausbildung zum Lawinensuchhund. In den meisten Rettungshundestaffeln werden die Hunde für die Trümmer- und Flächensuche ausgebildet, während die Ausbildung zur Wassersuche und zum Wasserrettungshund seltener ist.

 Die Anforderungen an Hundeführer und Hund:

Der Hund:

Grundsätzlich eignet sich jeder Hund, egal ob nun Rasse- oder Mischlingshund, zur Ausbildung. Der Hund sollte möglichst eine mittlere Größe (ca.50-65cm) haben, wesensfest und ausdauernd sein. Eine gute Nasenveranlagung und ausgeprägter Such- und Stöbertrieb sind von Vorteil. Ebenso wird eine Geräuschunempfindlichkeit verlangt und der Hund darf keine aggressiven oder ängstlichen Verhaltensweisen gegenüber Menschen oder seinen Artgenossen zeigen. Die Ausbildung des Hundes beginnt bevorzugt im Welpen- oder Junghundalter und dauert ca. 2-3 Jahre.

Der Hundeführer:

Er muss körperlich und psychisch beweglich, belastbar und gesund sein. Die Bereitschaft haben, jede Menge Freizeit in die Ausbildung, das ständige Training und in Einsätze zu investieren. Auch eine Portion Idealismus gehört dazu. Rettungshundearbeit ist kein "Hundesport" und als Lohn der Mühe gibt es keine Pokale etc. zu gewinnen. Anerkennung und Dankbarkeit, für die geleistete Arbeit, ist nicht selbstverständlich.

Die Trümmer- , Flächen- und Wassersuche:

Die Flächensuche wird angewendet bei vermissten Personen ( z.B. verwirrte und orientierungslose Personen, Schockopfer nach Unfällen ). Durch die Flächensuche kann innerhalb von kurzer Zeit ein großes, unübersichtliches und unwegsames Terrain abgesucht werden. Die Hunde suchen stöbernd ohne Halsband und Leine. Voraussetzung dafür ist, dass der Hund zuverlässig auf die erlernten Sicht- und Rufzeichen reagiert und sich nicht durch Umgebungseinflüsse (z.B. Wild) ablenken lässt. Die gefundene Person wird durch anhaltendes Bellen angezeigt und darf dabei weder verlassen noch belästigt werden. Video einer Anzeigeübung

Die Trümmersuche wird angewendet z.B. bei eingestürzten Häusern (durch Gasexplosionen, Erdbeben....) Auch heute im Zeitalter modernster Technik, kann gerade bei der Trümmersuche nicht auf die Dienste der Hundenase verzichtet werden. Bereits den jungen Hund sollte man an die unterschiedlichsten Untergründe gewöhnen wie z.B. Gitterroste, glatte und rutschige Flächen, wackelige Untergründe... Das Arbeiten auf wackeligen, unbefestigten Brettern sowie das Erlernen des Leiterlaufens hat keinesfalls etwas mit Zirkuskunststückchen zu tun. Sondern beim Einsatz wird von Seiten der Rettungskräfte oft eine Leiter an den Trümmerbereich herangestellt, damit der Hund in höherer Ebene seine Suche beginnen oder fortsetzen kann. Die Trümmersuche erfordert vom Hund ein hohes Maß an Konzentration, er darf sich bei seiner Arbeit weder von Rauch, Lärm oder anderen Gerüchen (z.B. Lebensmittel) ablenken lassen. Auch in der Trümmersuche arbeitet der Hund ohne Halsband und Leine und soll so auf die Ruf- und Sichtzeichen des Hundeführers reagieren, damit dieser das Trümmerfeld nicht betreten muss. Der Rettungshund zeigt durch Bellen die Stelle an, wo der meiste Geruch des Verschütteten austritt, damit dort die Rettungsmannschaften mit der Bergung der Opfer beginnen können.

Bei der Wassersuche, in stehenden oder fließenden Gewässern, sucht der Rettungshund von einem Boot aus und nimmt damit die Witterung an der Wasseroberfläche auf. Die Suche nach Ertrunkenen ist eine Leichensuche! Die Wassersuche ist eine Besonderheit der Rettungshundearbeit, die daher speziell ausgebildet und trainiert werden muss und nur von wenigen Rettungshundestaffeln betrieben wird.

Bilder vom Training und Einsatz

 Bilder vom 10. internationalen Rettungshunde-Symposium in Seoul