Am 02.08.07 war Anreisetag, alles war perfekt vorbereitet und wir wurden in der Marseille-Kaserne sehr gastfreundlich aufgenommen. Gegen Abend waren alle eingetroffen und in gemütlicher Runde gab es eine allg. Vorstellungsrunde und ein paar organisatorische Sachen. Nach dem leckeren Abendessen haben wir bis in die späten Abendstunden verschiedene Ausbildungsvarianten besprochen, bevor wir müde in unsere Zimmer verschwanden...
Die Nacht war kurz, gegen 7h trafen wir beim Frühstück ein und waren gespannt was uns der Tag bringen würde.
Am Vormittag haben wir einige Ausbildungsvarianten, die am Vorabend besprochen wurden, gemeinsam probiert oder uns zeigen lassen.
Der Wind stand am Nachmittag auf dem Programm, wir fuhren gemeinsam ins Geomatikum. Dort erfuhren wir von Dr. Leitl vieles über die Entstehung und Ausbreitung des Windes in einem sehr interessanten Vortrag. Im Windkanal konnten wir anhand eines Stadtmodells die Ausbreitung des Windes live verfolgen. Uns allen wurden so einige Trailverläufe sehr viel klarer! Fasziniert von dem gelungenen Vortrag und um viele Erkenntnisse reicher, fuhren wir Abends in unsere Unterkunft.
In Zukunft werden wir uns beim Trailen bestimmt öfters an den Nachmittag im Geomatikum erinnern.
Nach dem Essen fand noch eine Vorbesprechung für die Einsatzübung am nächsten Tag statt, bevor ein weiterer Workshoptag zu Ende ging.

Samstag um 8h waren wir zur Abfahrt bereit, denn um 9h wollten wir am Treffpunkt in Hamburgs City sein, um unsere Einsatzübung zu beginnen. Noch wussten wir nicht was uns erwarten würde...
Die Gruppeneinteilung stand fest, es gab 3 Gruppen mit je 5 Mantrailern, die einen unterschiedlichen Leistungsstand hatten. Dazu hatte jede Gruppe 1-2 Helfer und einen Sanitäter vom ASB Ortsverband Hamburg-Nordost e.V. Unsere Gruppe ging gegen 9.30h an den Einsatzort. Dort angekommen, erhielten und erfragten wir alle notwendigen Info´s, die wir benötigten um unseren "Vermissten" zu suchen. In der Gruppe beratschlagten wir, wie wir am günstigsten vorgehen...
Wir teilten unsere Gruppe in 2 Teams. Team 2 sollte etwa 15min später als Team 1 starten, um den Trailverlauf zu bestätigen oder etwaige Abweichungen sofort über Funk mitzuteilen.
Die erste Herausfordung war, festzustellen in welche Richtung unser "Vermisster" entschwunden ist. Letzter Aufenthaltsort des "Vermissten" war ein großer, belebter Platz an der Europa-Passage.

Wir selbst hatten jetzt in unserem Team 2 Hunde, einen Gruppenführer, einen Helfer, und eine Sanitäterin.
Die Hunde sollten nacheinander suchen, sodaß sich immer ein Hund ausruhen konnte und ein Hund suchte. War der erste Hund erschöpft, sollte ein Wechsel stattfinden.
Der erste Hund scannte in einer großen Runde den Platz und zeigte deutliches Interesse nach links und nach rechts. Nach dem Ansatz, entschied sich der Hund erstmal für die rechte Seite..., nach etwa 150m um einen Häuserblock kam ein
deutliches Negativ... die Spur war zu Ende.
Zurück am Ausgangspunkt, haben wir das erste Mal die Hunde gewechselt. Der Zweite Hund entschied sich nach einiger Zeit für die linke Seite...
wir hatten den Trail gefunden!
Der Trailverlauf führte uns an belebten Strassen und über große Kreuzungen an der Alster entlang. Nachdem wir gut vorwärts gekommen waren, benötigte der Hund eine Pause und es wurde getauscht. Der nächste Hund verfolgte den Trail weiter...
Inzwischen war zeitversetzt unser 2tes Gruppen-Team gestartet und hat den Trailverlauf bestätigt!
Für uns ging es weiter an der Alster entlang, bis wir an einen Anlegesteg kamen und dort erstmal den kleinen Gebäudekomplex unter die Nase nahmen. Am Bootssteg war dann die Spur abgebrochen... Wir erfuhren, dass unsere vermisste Person von dort mit einem Boot über die Alster übergesetzt ist. Mit der hilfsbereiten DLRG ging es schließlich weiter. Mit einem Boot wurden wir ebenfalls auf die andere Uferseite gebracht. Dort angekommen, warteten wir auf unser restliches Team, da das Boot nur begrenzt Personen aufnehmen konnte.
Die Suche ging weiter, als alle wieder an Land waren. Vom Steg aus ging es flußaufwärts an der Alster hoch, es gab einige Abstecher auf verschiedene Botschaftsgelände bis wir in den Fährdamm einbogen und uns auf einem großen Parkplatz befanden. Von dort aus ging es wieder ins Grüne Richtung Alster und auf einer nahe gelegenden Parkbank war unsere vermisste Person!
Person gefunden! Wir waren mächtig stolz auf unsere Hunde und unsere Teamarbeit!
Abends beim Grillen, gab es natürlich nur ein Thema: die Einsatzübung. Jeder hatte auf den unterschiedlichen Routen viel erlebt und zu berichten.

  

Als am Sonntag die Zimmer geräumt und die Autos startklar waren, fuhren wir zu einem stillgelegtem Kasernengelände um dort bis zum Nachmittag zu trailen. Schön war, dass wir dort auch einige Gebäude, Kellergänge etc. nutzen konnten und die Hunde übten Türen anzuzeigen.
Am Nachmittag wurden wir langsam immer weniger, bis es auch für uns an der Zeit war auf Wiedersehen zu sagen.
Wir danken dem Team von Mantrailer-Nord e.V., ganz besonders Sabine und Klaus, für einen super Workshop, eine geniale Einsatzübung und eine
perfekte Organisation.
Ein herzlicher Dank geht auch an den Arbeiter-Samariter-Bund Ortsverband Hamburg-Nordost e.V.
für die Unterstützung und die anerkennenden Worte!

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